Familie Burkhardt aus Waldenbuch

Die beiden bekannten Waldenbucher Persönlichkeiten Paul und Friedrich Burkhardt entstammen einer Familie mit 10 Kindern (2 Söhne, 8 Mädchen). Marie_Johannes_Paul

Vater Johannes Burkhardt (1818-1890) war Bäckermeister und hatte seine Bäckerei im Gebäude Ecke Studentenweg/Grabenstrasse und war Mitglied des Gemeinderats.

Seine Frau Marie, geb. Dieterich (1829-1919) heiratete er 1847.

 

 

 

Professor Jakob Paul Burkhardt, Architekt (1849-1928)

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Prof. Jakob Paul Burkhardt

Der älteste Sohn Paul  studierte Architektur in Stuttgart und reiste sehr viel, insbesondere gern nach Italien. Er hat sein Praktikum bei einem Heilbronner Bauunternehmen absolviert und dabei seine spätere Frau Elise Dünger (1849-1923), Tochter des Bauunternehmers, kennengelernt. Die Ehe blieb kinderlos. Bis zu seinem Tod 1933 lebte er in seinem Haus in Waldenbuch.

Er lehrte als ordentlicher Professor an der Königlich Württembergische Baugewerkschule Stuttgart (später umbenannt: Staatsbauschule). An verschiedenen Bauten in Stuttgart war er unter dem bekannten Stadtbaumeister Adolf Wolff beteiligt, so hat er beispielsweise den Pragfriedhof mitgestaltet und gemeinsam mit Wolff die Jakobschule gebaut.

Einen ausführlichen Nachruf über sein Leben, Wirken und Tod verfasste Stadtpfarrer Richard Essig im „Heimatbote von Waldenbuch“ Nr. 2, 1928.

 

Friedrich Burkhardt – Oekonom (1865-1933)

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Oekonom Friedrich Burkhardt

Der jüngste Sohn Friedrich studierte in Hohenheim an der Ackerbauschule Agrarwissenschaft. Der Titel „Oekonom“ unter dem er auch noch älteren Waldenbuchern bekannt ist entspricht heute in etwas dem eines Agrar-Ökonomen.

Im Waldenbucher Flurstück Greut, westlich der Alte Dettenhäuser Strasse, zwischen dem Ackerland der Aussiedlerhöfe und dem Wald, besaß die Familie ein großes Grundstück auf dem er versucht hat Hopfen anzubauen. Dabei unterstützten ihn seine Studenten aus Hohenheim. Auch Waldenbucher profitierten als Erntehelfer von seinen Experimenten. Wenn Ernte war, oder etwas „zu machen“ war, konnte man beim „Oekonom“ mitarbeiten und hat dafür etws zum Essen bekommen.

Der im Dachboden des Schlosses gedörrte Hopfen entsprach aber nicht seinen Erwartungen, so war der Versuch nicht von Erfolg gekrönt, da Boden und Klima nicht ideal waren. Wer seinen Hopfen zum Bier brauen abgenommen hat ist nicht bekannt. Vielleicht die Lammbrauerei Müller in Waldenbuch oder die Brauerei Leicht in Stuttgart Vaihingen.

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Um 1890. Das Gruppenfoto zeigt Friedrich Burkhardt hinten stehend, zweiter von links, und vermutlich seine Kommilitonen aus Hohenheim.

In den Anfängen der Waldenbucher Jungviehweide ab 1889 gehörte Friedrich Burkhardt zur „Weide Kommission“ die sich um die Bewirtschaftung und Kontrolle der Jungviehweide kümmerten.

 

 

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